Die Sternstunden AG bekommt Besuch von Herrn Heine
Wie es früher in der Schule war
Am 5.11.2024 besuchte uns Herr Heine als Experte in unserer Sternstunden-AG. Er war einmal Lehrer in der Buschkampschule. Herr Heine unterrichtete von 1990 bis 2004 an unserer Schule. Geboren wurde er am 23.7.1940 in Hessen. Er verbrachte seine Grundschulzeit in Schweinsberg. Die hieß damals noch Volksschule, in die man bis zum 8. Schuljahr gehen konnte.
Am Anfang der Schulzeit schrieb man noch mit Kreide auf Schiefertafeln. Man hatte einen Griffelkasten und ein Schwämmchen zum Auswischen. Später gab es dann ab der zweiten Klasse Hefte, die alle einen schwarzen Umschlag hatten. In der Volksschule lernte man kein Englisch. Dafür gab es Fächer wie Heimatkunde, Werken und Leibesübungen (Sport). Zensuren bekam man auch für Ordnung, Fleiß und Betragen. Die Zeugnisse sahen ganz anders aus als heute. Herr Heine hatte einige von sich mitgebracht, um sie uns zu zeigen.
Wer auf eine weiterführende Schule wechseln wollte, konnte das nach dem 4. oder 5. Schuljahr. Voraussetzung war, dass man eine Aufnahmeprüfung machen musste. Die war gar nicht so einfach. Damals gab es schon Lehrermangel und daher wurde manchmal nicht so viel im Unterricht geschafft. Es wurden auch Kinder unterschiedlichen Alters und in großer Anzahl in einer Klasse unterrichtet. Herr Heine hat daher vor der Prüfung Nachhilfe bekommen, um die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Er hat das geschafft und besuchte anschließend das Gymnasium. Damals gab es außer der Volksschule nur noch die Realschule und das Gymnasium. Auf dem Gymnasium war es dann auch nicht so einfach. Die Noten wurden meistens schlechter. Das war auch bei Herrn Heine so. Einmal bekam er sogar einen blauen Brief. Den gibt es tatsächlich heute noch. Ein blauer Brief heißt, dass die Gefahr besteht, sitzen zu bleiben. Herr Heine hatte Glück und wurde doch noch versetzt.
In die Realschulen und Gymnasien gingen Mädchen und Jungen getrennt. Das bedeutete, dass zum Beispiel auf einem Jungengymnasium kein Mädchen unterrichtet wurde. Es ging dort auch noch recht streng zu. Auf den Mädchenschulen mussten die Schülerinnen vor den Lehrerinnen und Lehrern einen Knicks machen und sie durften auch keine Hosen tragen.Herr Heine war nicht nur Lehrer, sondern hat sich immer besonders für die Natur interessiert. Ein großes Hobby von ihm ist die Vogelkunde. Er hat uns seine Ferngläser gezeigt und auch Zeitschriften. Leider war die Stunde viel zu kurz und daher haben wir beschlossen, dass Herr Heine in einer anderen Stunde uns noch mehr davon erzählt.
An diesem Vormittag sind wir zwar keine Experten und Expertinnen von der Schule früher geworden, aber wir haben viel Spannendes und Interessantes darüber erfahren. Wir danken ganz herzlich Herrn Heine für seinen Besuch in der Sternstunden-AG.








